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Wie wir denken...
Advanced oder konservativ – so kommuniziert man in der IT-Branche derzeit wirklich

Soziale Netzwerke – dieser Begriff ist derzeit in aller Munde. Gerade noch wurden alt bekannte „Offline“-Kommunikationsformen wie das Fax abgelöst, schon unken viele, dass auch das Email seine besten Zeiten bereits gesehen habe. Terminabsprachen oder Urlaubsberichte werden jedenfalls längst per Facebook gemanaged. Gleichzeitig steigen die ersten gestressten Nutzer auch schon wieder aus den sozialen Netzen aus und schließen ihre Accounts – zu viel Zeitinvestment, mangelnder Datenschutz, zu virtuell, so die angegebenen Gründe.
Laut einer aktuellen Bitkom-Studie sind momentan drei Viertel (74 Prozent) der Internetnutzer in Deutschland in mindestens einem sozialen Online-Netzwerk angemeldet, zwei Drittel nutzen die sozialen Netzwerke auch aktiv. Bei den 14- bis 29-Jährigen Internetnutzern sind bereits 92 Prozent Mitglied in einer oder mehreren Online-Communitys.
Frage an die Profis: Xingt ihr schon oder telefoniert ihr noch?
AxiCom als etabliertes PR-Netzwerk für IT- und TK-Unternehmen, wollte wissen, wie die entsprechenden Prozentangaben für die IT- Branche aussehen. Hier sind die Gestalter zwar meist deutlich älter als 14-29 Jahre, dafür sollte man von einem ausgeprägten Interesse an IT-fokussierten Medien ausgehen können. In den letzten Wochen fragten wir daher per Online-Fragebogen das Nutzerverhalten von IT-Vertretern, IT-Redakteuren und Bloggern ab. Wir hinterfragten die Akzeptanz der einzelnen Angebote, die bevorzugte Form des Zugriffs (etwa von unterwegs/ von daheim/ vom Büro-PC aus), etc. Vor allem interessierte uns eines: Ändern sich die Ansprache der PR und die Arbeitsweisen der Medien aufgrund der neuen Netzwerke? Kommunizieren der Unternehmenspressesprecher und der Fachredakteur mittlerweile wirklich via Xing und Linkedlin, oder werden lediglich brav die Freundschaftsanfragen akzeptiert, die eigentliche Kommunikation findet dann aber unverändert per Mail oder Telefon statt?
Längst salonfähig und praktikabel: Chat, Tweet & Co
Die Antworten haben uns witzigerweise weder überrascht noch beunruhigt: Ja, so antworteten nahezu alle Befragten, social media ist in unserer Branche Realität und nicht mehr wegzudenken, eine Adresse in all den führenden Portalen gehört mittlerweile zum guten Ton. Soziale Netzwerke haben längst ihre Berechtigung und natürlich verdrängen Tweets oder Blogeinträge in gewisser Weise manch klassischen Print-Kanal. – Selbst flinke Online-Redaktionen hinken einem schnellen Twitter-Konzert ja längst hinterher. Dennoch: Redakteure fühlen sich durch die zusätzliche Präsenz der Firmen PR-technisch weder unter Druck gesetzt (auch in Facebook gilt: Wer zu viel zu oft zu Unpassende kommuniziert, wird weggeklickt!), noch akkreditieren sie den neuen Formaten eine andere Glaubwürdigkeit. Schließlich kann keine noch so gute Facebook-Fanseite ein schlechtes Produkt spannender machen.
Fazit:
Die IT-Presse ist es nach wie vor gewohnt, genau hinzusehen und selbst zu recherchieren – man freut sich aber über die zusätzlichen neuen Möglichkeiten mit Firmensprechern ins Gespräch zu kommen. Eine schnelle Unterhaltung per Xing, ein Chat in Facebook, sind naturgemäss weitaus informeller als ein aufgesetzter Pressetermin und das genügt für so manche Nachfrage bereits aus.
Den Firmen wiederum stehen dank der neuen sozialen Netzwerke ebenfalls eine Handvoll weiterer Kommunikationskanäle zur Verfügung. Sie alle – von Twitter bis Blog – bieten jeweils ganz individuelle Möglichkeiten, mit Informationen in die Tiefe zu gehen – oder eben nicht. Damit können diese neuen Kanäle je nach Anlass unterschiedliche Zwecke erfüllen. Nicht mehr und nicht weniger.
Die Zeit wird also zeigen, welche der neuen Tools sich tatsächlich nachhaltig etablieren und welche mittelfristig wieder durch neue Modelle abgelöst werden. Die Reaktionen der Umfrageteilnehmer bewiesen jedenfalls eine proaktive, interessierte Akzeptanz von social media innerhalb der IT-Branche, und dies selbst für den Bereich der B2B-Kommunikation oder für sperrige Produkte.
Wer behauptet denn aber auch, dass die Vermarktung von IT und TK keinen Spaß machen darf!
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