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Kommunikation ist ein schwieriges Geschäft, zumal wenn sich der Dampfplauderer in die Sauna verirrt…
Eines vorab: Ich werde an dieser Stelle – um jeglichen Vorwürfen gegen den bekannten ‘machismo transsilvanico‘ Vorschub zu leisten - ausschließlich männliche Kommunikation beschreiben, aber der Reihe nach:
Ich SaaS also neulich in der Sauna meiner Wahl (Geheimtipp, bleibt deshalb auch geheim) und da spielt sich dann mit schöner Regelmäßigkeit folgendes Ritual ab: Zwei Typen betreten die Schwitzbude, Alter beliebig, meist dezent korpulent, Ego angekratzt:
„War gestern in Düsseldorf, Flug hatte Verspätung, wegen De-Icing, Taxifahrer hatte voll einen an der Waffel, dem musste ich erklären wo es langgeht. Morgen flieg ich nach Hamburg.“ Schweigen. Darauf der Andere: “ Wir waren am Sonntag alle in der Therme Erding, da kann man sich jetzt so Ruhe-Inseln mieten, war ganz schön, aber wenn du da mit der ganzen Familie hingehst, bist du schnell mal 200 Euro los“. Diese „Gespräche“ setzen sich oft endlos fort, irgendwann geht es meist um zu erwerbende Immobilien oder Autos… Fakt ist: die Beteiligten reden nicht miteinander (sie wissen meistens eh schon, was der andere erzählt, weil sie die Story schon aus der Vorwoche kennen). Nein, die Herren möchten die anderen Anwesenden ungefragt informieren: „Ich habe Ahnung (Taxi, Düsseldorf), bin wichtig (Vielflieger) und reich (Therme, Auto, Haus), und zwar so reich, dass ich mir eigentlich eine eigene Sauna oder gleich die Therme Erding leisten könnte.“
„DANN TU ES DOCH“ liegt mir dann oft auf der Zunge und irgendwann werde ich den Satz auch brüllen! Drum lasst uns Kommunikationsprofis lieber zweimal überlegen:
Was will ich sagen - Wem will ich es sagen - Was will ich damit erreichen! Eigentlich banal und selbstverständlich aber leider zu selten beherzigt, denn auch hier gilt oft die Devise, weniger ist Mehr und zu viel des Guten kann oft schaden – und das gilt bekanntlich auch für Saunabesuche.
Bis neulich!
Ostblogger
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